Freitag, 21. Februar 2025
Wind
Freitag, 21. Februar 2025
Ich bin wie ein Windrad mit großen Flügeln. Angetrieben vom kleinsten Hauch. Ich drehen mich dahin, wo ich eine Bewegung spüre. Doch nicht Wind treibt mich an. Es sind die Gefühle. Alles was ich sehe, höre, riechen, lese, auf meiner Haut spüre. Löst Gefühle aus. Kleine,große, positive und negative. Angst, Scham, Freude, Genugtuung, Mitleid, Mitgefühl, Sorge. Alles was mir begnet. In meinem Leben, meinen Träume. Mit offenen Augen, oder vor Müdigkeit geschlossenen. Alles bewegt mich. Am Tag oder windstillen Nächten. Ich kann nicht stillstehen. Ich wünsche mir manchmal einen Sturm der mir meine Flügel bricht.
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Freitag, 13. September 2024
Dem Tod bei der Arbeit zuschauen
Freitag, 13. September 2024
Als Kind war der Tod so abstrakt, ohne Vergleich, nicht begreifbar.
Später, immer noch weit, weit weg und nein, kein Thema, nie.
Im Mai bekam er die Diagnose. Aussicht, 6 Monate. es wurden zwei. Dann steht der Tod greifbar fast, mit im Raum. Dessen Gegenwart nahm mir manchmal die Luft. Ich brauchte alle Kraft, um mich nicht in dieser scwarzen Wolke zu verlieren. Es war so ein langsames und doch unaufhörliches Schwinden, Verlassen dieser Welt. Der Alltagsstress deckt die Erinnerung daran meist zuverlässig zu. Doch es ist da, es wartet auf den Moment. Am letzten Tag, an seinem Bett, konnte ich dem Tod bei der Arbeit zuschauen. Diese Hilflosigkeit und lähmende, alles erstickende Traurigkeit werde ich nie vergessen.
Später, immer noch weit, weit weg und nein, kein Thema, nie.
Im Mai bekam er die Diagnose. Aussicht, 6 Monate. es wurden zwei. Dann steht der Tod greifbar fast, mit im Raum. Dessen Gegenwart nahm mir manchmal die Luft. Ich brauchte alle Kraft, um mich nicht in dieser scwarzen Wolke zu verlieren. Es war so ein langsames und doch unaufhörliches Schwinden, Verlassen dieser Welt. Der Alltagsstress deckt die Erinnerung daran meist zuverlässig zu. Doch es ist da, es wartet auf den Moment. Am letzten Tag, an seinem Bett, konnte ich dem Tod bei der Arbeit zuschauen. Diese Hilflosigkeit und lähmende, alles erstickende Traurigkeit werde ich nie vergessen.
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Mittwoch, 4. September 2024
Beziehungendeponie
Mittwoch, 04. September 2024
birds of a feather - Billie Eilish
Nein sind wir nicht, waren es wohl nie. Am Anfang, wenn diese Sehnsucht nach Berührung und Nähe, der Sex alles zudeckt. Dieser Rausch, Kribbeln, diese Unfähigkeit ohne den Anderen seinen Tag zu überleben. Dann kommt das Gefühl von Übereinstimmung und Pläne die nicht die meinen waren. Später diese tiefverwurzelte Verantwortung für das was da enstanden ist. Mithin ab und zu das Zögern und Zaudern, dieses warum-mach-ich-das? Irgendwann diese Rolle, die mir als solche nie bewußt war. Jetzt ein Leben, nebeneinander. Immer noch Hoffnung auf eine Wendung, wundersam und der Laune des Zufalls ausgeliefert. Nein, niemand wirft etwas weg. Auch wenn wir unser eigenes Leben wollen. Die kleinen Träume, die überlebt haben, wieder mit Nahrung versorgen und in die Arme schließen. Ich bin nicht traurig. Wir haben zwei Leben geschenkt und das ist mehr als ich mir damals, als Teenager, vorzustellen gewagt hatte. Doch ich erlebe manchmal Paare, älter als wir, die ohne jeden Respekt dem anderen gegenüber leben. Voller Verachtung für das, was über die Jahre übrig geblieben ist. Natürlich glaube auch ich, dass ich mich nicht verändert habe. Und wenn, nur zu meinem Vorteil. Selbstreflektion ist nicht weit entfert von Selbstbetrug. Es ist so unglaublich schwer, sich von dem eigenen Lebensentwurf zu entfernen. Doch wenn der andere deinen Entwurf nicht kennt, weil du nie den Mut hattest ihn ihr zu zeigen. Entschuldigst du dich selbst für dein Bleiben, weil du glaubst, der andere zerbricht ohne dich? Ist das anmaßend und arrogant? 24 Jahre, nein ich würde nichts wegwerfen. Nur meine lezten Wünsche und ein wenig Selbstachtung. Und nein es ist keine Deponie, eher eine Bilbliothek. Zum noch einmal nachlesen und wundern, warum geht denn dabei soviel schief. Manche sagen auch Buchhandlung dazu.
Nein sind wir nicht, waren es wohl nie. Am Anfang, wenn diese Sehnsucht nach Berührung und Nähe, der Sex alles zudeckt. Dieser Rausch, Kribbeln, diese Unfähigkeit ohne den Anderen seinen Tag zu überleben. Dann kommt das Gefühl von Übereinstimmung und Pläne die nicht die meinen waren. Später diese tiefverwurzelte Verantwortung für das was da enstanden ist. Mithin ab und zu das Zögern und Zaudern, dieses warum-mach-ich-das? Irgendwann diese Rolle, die mir als solche nie bewußt war. Jetzt ein Leben, nebeneinander. Immer noch Hoffnung auf eine Wendung, wundersam und der Laune des Zufalls ausgeliefert. Nein, niemand wirft etwas weg. Auch wenn wir unser eigenes Leben wollen. Die kleinen Träume, die überlebt haben, wieder mit Nahrung versorgen und in die Arme schließen. Ich bin nicht traurig. Wir haben zwei Leben geschenkt und das ist mehr als ich mir damals, als Teenager, vorzustellen gewagt hatte. Doch ich erlebe manchmal Paare, älter als wir, die ohne jeden Respekt dem anderen gegenüber leben. Voller Verachtung für das, was über die Jahre übrig geblieben ist. Natürlich glaube auch ich, dass ich mich nicht verändert habe. Und wenn, nur zu meinem Vorteil. Selbstreflektion ist nicht weit entfert von Selbstbetrug. Es ist so unglaublich schwer, sich von dem eigenen Lebensentwurf zu entfernen. Doch wenn der andere deinen Entwurf nicht kennt, weil du nie den Mut hattest ihn ihr zu zeigen. Entschuldigst du dich selbst für dein Bleiben, weil du glaubst, der andere zerbricht ohne dich? Ist das anmaßend und arrogant? 24 Jahre, nein ich würde nichts wegwerfen. Nur meine lezten Wünsche und ein wenig Selbstachtung. Und nein es ist keine Deponie, eher eine Bilbliothek. Zum noch einmal nachlesen und wundern, warum geht denn dabei soviel schief. Manche sagen auch Buchhandlung dazu.
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